Am Sonntag bot sich in der Liebfrauenkirche ein ungewöhnliches Bild: Bereits lange vor Beginn des Gottesdienstes strömten die Festgäste in prachtvollen Trachten oder in Zivil in das Gotteshaus und füllten die Bänke bis auf den letzten Platz. Aber immer noch kamen weitere Besucher bis auch, - trotz aller verfügbaren zusätzlicher Stühle und Bänke - kein winziges Plätzchen mehr frei war und manche mit dem blanken Fußboden vorlieb nehmen mussten. So füllten rund 1000 Menschen den großen Raum.

Die Bläser der „Hanske de Krijger-KSA Oudenaarde“eröffneten den Gottesdienst mit Fanfarenklängen. Dekanin Hegmann begrüßte die Gäste herzlich und gestaltete zusammen mit Pater Norbert Rasin den Gottesdienst. Bewusst stellten sie diesen unter den Text der Pfingstgeschichte, denn „Gott will uns begeistern, in gegenseitigem Respekt, in Liebe und Frieden miteinander und nicht gegeneinander zu leben“, sagte Dekanin Hegmann in ihrer Predigt. Europa habe viele gemeinsame Werte unabhängig von Kultur oder Tradition. „Wir sind verschieden, aber diese Verschiedenheit trennt uns nicht! Im Gegenteil, sie ist Reichtum! Aus christlicher Sicht gesprochen: Wir leben in der einen Welt Gottes und sind füreinander verantwortlich.

Nicht nur als Glaubensgeschwister, auch für andere Menschen sind wir mit verantwortlich.“ Das seit Jahren friedliche Leben in den verschiedenen Ländern Europas sei „ein großes Gottesgeschenk, dass wir für uns nutzen dürfen, aber so gestalten sollen, dass auch künftige Generationen in den einzelnen Ländern Europas gut leben können“, appellierte die Dekanin. „Wer sich zusammengehörig fühlt, dem ist auch das Ergehen des Anderen nicht gleichgültig. Gebe Gott uns allen, Alt und Jung, seinen Geist, damit wir Glaube, Hoffnung und Liebe hochhalten!“

Abschnittweise übersetzte Sabine Lutter die Predigt ins Englische. Andere Texte waren zweisprachig auf den Liedblättern abgedruckt. Chöre aus Sardinien und Portugal trugen mit „Ave Maria“ auf portugiesisch zur festlichen Stimmung bei. Ein junger Chor aus Selmiai in Litauen beeindruckte mit einem innigen Choral und erhielt wie die anderen Chöre spontanen Beifall.

Manche Besucher schauten erstaunt, als sie am Eingang außer dem Programmheft jeweils eine bunte Serviette erhielten. Die Farben rot, gelb, weiß, grün und blau standen jeweils für einen Begriff wie Liebe, Respekt, Gastfreundschaft, Hoffnung und Glauben, wie Pater Norbert später erklärte.

Alle winkten mit ihren bunten Servietten und bekräftigten damit ihre Zustimmung zu diesen Werten. Die Fürbitten wurden auch von Vertretern der verschiedenen Nationen in ihren Landessprachen vorgebracht.

Der Gottesdienst endete mit dem „Vater unser“, jeweils in der eigenen Sprache, und dem Segen, den Dekanin Hegmann und Pater Norbert gemeinsam spendeten.
Bezirkskantor Nils-Ole Krafft und das Bläser-Sextett der evangelischen Allianz begleiteten den Gemeindegesang. Die Bläser der „Hanske de Krijger-KSA Oudenaarde“ stimmten zum Schluss auch die Europa-Hymne an, die die Besucher stehend würdigten und mitsummten.
Das der „Funke des Geistes“ übersprang, war in diesem originellen Gottesdienst spürbar.

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